SPD im Dialog mit Bürgern

Ratsfraktion

Meinungsaustausch zum Wohngebiet Nottuln-Süd sowie zur Windkraft

Während einer öffentlichen Fraktionssitzung der SPD Nottuln trafen sich die Ortspolitiker mit Bürgern, um zum einen Planungen für ein zusätzliches Wohngebiet in Nottuln-Süd und zum anderen die Entwicklung der Windkraftnutzung in Nottuln zu diskutieren.

Fast eine Stunde dauerte allein der Meinungsaustausch mit Vertretern der Anwohner des Lerchenhains. Thematisiert wurden seitens Dr. Bachhausen noch einmal die Bedenken gegen ein zusätzliches Wohngebiet in Nottuln-Süd. Zusammen mit weiteren Anwohnern aus dem Lerchenhain erläuterte er die Sichtweise der dort ansässigen Bürgerinnen und Bürger vorrangig in der Problematik der Verkehrsführung und bei der Oberflächenentwässerung. Insbesondere im letzten Punkt seien die von der Gemeinde bzw. Kreisverwaltung vorgelegten Gutachten nicht rechtssicher. Man sei mit der Gemeindeverwaltung zwar in einem guten Kontakt und haben auch Verständnis für die zurzeit außergewöhnliche Belastung des Fachbereichs 3, möchte aber doch zeitnah wissen, wie der aktuelle Planungsstand sei, so Dr. Bachhausen. In dem konstruktiven Gespräch versprachen die Ratsvertreter der SPD, vor allem in der Bewertung und Rechtssicherheit der Gutachten bei der Verwaltung nachzuhaken und den aktuellen Sachstand abzufragen.

Im weiteren Verlauf der Fraktionssitzung ging es vorrangig um die in Nottuln ausgewiesenen potentiellen Windkraftflächen. Herrn Dr. Kellinghaus,wohnhaft in Schapdetten, war es ein persönliches Bedürfnis, den Vertretern der SPD Nottuln seine kritischen Einschätzungen der potentiell gesundheitschädlichen Auswirkungen von Windrädern darzulegen. In einem 15-minütigen Vortrag wies er auf schon bestehende Gefährdungen gerade auch in den Planungsfeldern Schapdetten und Buxtrup hin und berichtete von Erkrankungen der Anwohner bzw. gesundheitlichen Belastungen der Mitarbeiter in dort ansässigen Betrieben. Obwohl er – wie er ausdrücklich betonte – kein Gegner der Windkraft sei, sähe er gerade in dichter besiedelten Gebieten, trotz neuer Gesetzgebungsbestrebungen über Erhöhung der Abstandsflächen, akute Beeinträchtigungen der Gesundheit für die dortige Bevölkerung. Er appellierte an die Ratsvertreter der SPD, ihn in seinem Anliegen zu unterstützen und einer Ausuferung der Windkraftanlagen im Kreis Coesfeld entgegenzuwirken.

Die anschließende Diskussion zeigte allerdings, dass die SPD Politiker die von Dr. Kellinghaus vorgetragenen Bedenken für Nottuln aufgrund der beschränkten Ausweisung von Potentialflächen und der damit verbundenen gesetzlichen Vorgaben so nicht ohne Weiteres teilten. Die Erforschung und Studien zu Auswirkungen von Infraschall, die einen Kausalzusammenhang zwischen Erkrankungen wegen der Nähe zu Windkraftanlagen beweisen können, stehen noch am Anfang. Allerdings war man sich einig, die vorgetragenen Gesichtspunkte bei zukünftigen Projekten aufzunehmen und mit in eine kritische Bewertung einzubeziehen. Zum Schluss stellten die Beteiligten fest, dass die Diskussion auch kritischer Themen mit den Bürgern immer wichtig ist und zu einer ausgewogenen Meinungsbildung beiträgt.

 

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