„Schule von morgen“

Ortsverein

Nottulner SPD initiiert Vorstellung des Reformkonzeptes im Landtag

Eines dürfte den meisten Fachleuten klar sein: Die Schule von heute braucht eine grundlegende Reform, um morgen noch die Anforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft erfüllen zu können. Doch welche Schritte sind dazu notwendig, wie kann in Zukunft sinnhaftes Lernen funktionieren?

Um der Diskussion über eine Schulreform neue Impulse zu geben und über erste Umsetzungserfahrungen von einem Pilotbetrieb zu berichten, besuchten Heinz Siehoff und Wolfgang Danziger, Vorstandsmitglieder des SPD-Ortsvereins Nottuln, in der vergangenen Woche die führende Schulpolitikerin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende Eva-Maria Voigt-Küppers der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag. Auf Betreiben von Danziger und durch Vermittlung von André Stinka (MdL aus Dülmen) kam der Termin zustande.

Zu der Einsicht, dass Schule sich verändern muss, kam Heinz Siehoff aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit als Pädagoge im Schuldienst und als Mitarbeiter bei der Bezirksregierung. „Schule hat der gesellschaftlichen Entwicklung in den letzten Jahrzehnten nicht Rechnung getragen“, sagt Siehoff. So geht nach seiner Auffassung – und damit steht er längst nicht mehr allein – die Schere zwischen Schulbildung und Anforderungen an die Schulabgänger in der Lebens- und Berufswelt immer weiter auseinander. „Schule muss eine wesentliche engere Verbindung mit der Außenwelt herstellen, um die Entwicklungen zeitnah transparent zu machen, um Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft zu verstehen und mit persönlichen Interessen, Vorstellungen und Fähigkeiten abzugleichen“, erklärt Heinz Siehoff weiter.

Doch das kann Schule nicht aus sich selbst heraus entwickeln, sondern ist auf eine Öffnung und vielfältige Kooperationen angewiesen. Gleichzeitig sind Formen des Unterrichts, Stoffpläne und Organisationsformen grundlegend zu überprüfen: Sind sie geeignet, Schülerinnen und Schüler mit den Kompetenzen auszustatten, die den künftigen Anforderungen für eine eigenständige, gesicherte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und dessen Weiterentwicklung entsprechen können?

Heinz Siehoff kämpft seit Jahren für die Reform von Schule in Nordrhein-Westfalen und hat bereits über die Bezirksregierung in Münster seit knapp zwei Jahren damit begonnen, an einer Modellschule die praktische Umsetzung im Sinne des von ihm entworfenen Konzeptes zu erproben. Darüber hinaus ist er über die Uni Münster in der Lehrerausbildung tätig, um Lehrkräfte für die „neue Schule“ fit zu machen. Es gilt, zukünftig nicht mehr nur theoretisch im Frontalunterricht den Lehrstoff zu vermitteln, sondern die Schüler etwa über Projektarbeit dafür zu interessieren, sich motiviert Wissen zu erschließen. Die durchaus positiven Erfahrungen zeigen, dass der Weg richtig ist. Unternehmen www. SPD-Nottuln.de fragen nach geeigneten Mitarbeitern, gleichzeitig scheitern rund 25% der Jugendlichen beim Einstieg ins Erwerbsleben - hier besteht also dringender Handlungsbedarf!

Als nächste Aktivität soll der Landtag über die SPD-Landtagsfraktion davon überzeugt werden, die Pilotphase auszuweiten und an weiteren Schulen das im Münsterland bereits erprobte Konzept anzuwenden. Ziel ist die Einführung des Konzeptes in ganz NRW. Bei Eva-Maria Küppers fanden die Nottulner Sozialdemokraten ein offenes Ohr und vereinbarten ein weiteres Treffen in Düsseldorf. Hier sollen der SPD-Landtagsfraktion die bisher erzielten Ergebnisse des Nottulner Schulreformers vorgestellt und eine Einbringung in den Landtag diskutiert werden.

 

Homepage SPD Nottuln

 

WebsoziCMS 3.8.9 - 001105429 -

Mitmachen!