Mitgliederversammlung der SPD Nottuln

Ortsverein

Von links: M. Kunstlewe, W. Danziger, F. Schmidt sowie J. Waldmann. Foto: Maribel Arciniega

Klare inhaltliche Profilierung gefordert

Die Mitgliederbefragung zur Wahl eines neuen Vorsitzenden-Duos, ein Bericht vom Landesparteitag der SPD in NRW sowie die Ehrung langjähriger Mitglieder standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Nottuln am Montagabend (18. November) im Landgasthof Arning.

Einen Tag vor dem Beginn der Mitgliederbefragung zur Stichwahl zwischen den beiden Kandidatenduos, Saskia Esken mit Norbert Walter-Borjans und Klara Geywitz mit Olaf Scholz, waren die SPD-Mitglieder zur Herbstversammlung eingeladen worden. In kurzen Videobotschaften präsentierten sich die beiden Kandidaten-Paare den anwesenden Mitgliedern.

In der folgenden Diskussion war man sich schnell einig. Nur die Wahl eines neuen Vorsitzenden-Duos reiche nicht aus. Wichtig sei vielmehr auch eine klare inhaltliche Profilierung der SPD. Da auch in anderen europäischen Ländern Schwesterparteien eine Krise durchlebten, müsse aufgezeigt werden, wofür die Sozialdemokratie im 21. Jahrhundert stehe.

Genau zu diesem Thema hatte zuvor der stellvertretende Vorsitzende der SPD im Kreis Coesfeld, Johannes Waldmann, vom Programmparteitag der SPD in Bochum berichtet. Als Delegierter hatte er an diesem Parteitag der nordrhein-westfälischen SPD teilgenommen.

„In Nordrhein-Westfalen müssen auch heute noch zu viele Menschen um ihre soziale Zukunft bangen“, so stellte Waldmann am Anfang seines Berichtes fest. Es fehle bezahlbarer Wohnraum, viele müssten für niedrige Einkommen und unter schlechten Bedingungen arbeiten. Vielen fehle auch eine sichere Rente. Frauen, die sich im Vergleich zu Männern durch schlechtere Bezahlung, berufliche Pausen aufgrund von Kindererziehung und unbezahlte Haushaltsarbeit in einer schwierigeren ökonomischen Situation befänden, seien von diesen Problemen besonders betroffen.

Notwendig seien die Bekämpfung der sozialen Ungleichheit und die Schaffung eines starken Staates. Dies sei der Schlüssel zu einer lebenswerteren Gesellschaft. Gleichere Gesellschaften führten zu mehr Lebenszufriedenheit, geringeren Zukunftsängsten, weniger Kriminalität, einer gesünderen Bevölkerung, besseren Bildungschancen, geringerer Arbeitslosigkeit und größerem wirtschaftlichen Erfolg. Unter dem Motto „rot pur“  wurden in fünf Leitanträgen sozialdemokratische Lösungen für diese Aufgabenfelder beschlossen.

Einen weiteren Höhepunkt der Mitgliederversammlung bildete die Ehrung von Friedhelm Schmidt für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD und von Wolfgang Danziger für 25 Jahre Mitgliedschaft. Neben einer Ehrenurkunde und einer Ehrennadel erhielten beide für ihre langjährige, treue Mitgliedschaft ein Geschenk vom SPD-Ortsverein. 

 

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